Verwüstung als Einrichten der Wüste

Die vollständige Vernichtung ist die Verwüstung im Sinne des Einrichtens der Wüste. Verwüstung meint demnach keineswegs das nur nachkommende «wüst» und leer Machen eines Vorhandenen, sondern das Erfügen der gesicherten Unterhöhlung jeder Möglichkeit jeglicher Entscheidung und aller Entscheidungsbezirke.

H***
(Die Geschichte des Seyns, S. 48).

Vollständige Vernichtung

Weil nun aber die Ermächtigung der Macht als des Unbedingten selbst von dieser Art sein muß, ist auch die Übermächtigung eine vollständige Vernichtung. Die Vollständigkeit hat hier nicht summenhaften, sondern wesensmäßigen Charakter; sie erfaßt nicht erst nur alles Seiende, sonder zuvor das Sein selbst.
H***
(Die Geschichte des Seyns, S. 48).

«positive» Vernichtung

Die Machenschaft ermächtigt die Macht in ihr Wesen. Dieses aber ist die Übermächtigung. In der Übermächtigung liegt ein Niederzwingen und Vernichten. Vernichten meint hier nicht das Beseitigen und nur aus dem Vorhandenen und Gültigen Wegschaffen, meint auch nicht das Zerstören und Zertrümmern im Sinne der auflösenden Zerstückelung des Vorhandenen. Vernichtung ist hier «positiv» die Überführung in das Nichtige.

H***
(Die Geschichte des Seyns, S. 48).

Verwüstung ist unempfindlich

Die Verwüstung selbst bleibt unempfindlich gegen Alles, was sie verleugnet und ihr Unwesen durchschaut hat; denn sie kann ja nicht unmittelbar beseitigt, sondern nur durch ihr Wesen selbst in ihr Wesensende gesetzt werden.

H***
(Die Geschichte des Seyns, S. 48).

Machenschaft und Verwüstung

Die aus der Machenschaft ausbrechende Verwüstung wird dann am mächtigsten, wenn sie sogar noch übergreift in das, was ihren Übergang in ein Anderes vorbereitet und sie im Verborgenen schon verlassen hat.

H***
(Die Geschichte des Seyns, S. 47).

Machenschaft (seynsgeschichtlich begriffen)

Dieses Wort nennt jenes Wesen des Seins, das alles Seiende in die Machbarkeit und Machsamkeit entscheidet. Sein besagt: Sicheinrichten auf die Machsamkeit, so zwar, daß diese selbst das Sicheinrichten in die Mache hält. Metaphysikgeschichtlich erläutert sich die Machenschaft durch die Seiendheit als Vor-gestelltheit, in der es auf Her-stellbarkeit in jeder Abartung abgesehen ist.

H***
(Die Geschichte des Seyns, S. 46).