Die Irre .2

Daß das Wesen der Wahrheit des Seyns Irre ist, hat zu Wesensfolge, daß jegliches Seiende, das ins Offene hereinsteht und zur Verwahrung dieses Offenen werden kann, je auch zugleich in der Un-wahrheit und zwar in dem gedoppelten Sinne der Verborgenheit und der Verstellung steht.

H***
(Besinnung, S. 259)

Die Irre .1

Die einfachste Erfahrung des Denkens, Jenes, wohin es sich gewiesen sieht, wenn es den Anhalt am Seienden und die Zuflucht in die Seiendheit aufgegeben hat, ist die Irre und das Irren in ihr. Diese Irre selbst ist die Lichtung (Offenheit — Wahrheit) des Seyns. Die Irre setzt sich der Wahrheit nicht entgegen, sie wird durch diese auch nicht aufgehoben und zum Verschwinden gebracht, sondern ist das Erscheinen der Wahrheit selbst in ihrem eigenen Wesen. Die Irre, worin die jeweilige Auslegung des Seyns sich verirren muß, welche Verirrung aber allein die Lichtung der Verweigerung wahrhaft, d.h. der Lichtung des Gelichteten gemäß, durchmißt.

H***
(Besinnung, S. 259)

Der Untergang .2

Was verbirgt der Anfang, indem er sich verbirgt? Seinen — den in ihm als entschieden bereitgehaltenen — Untergang.

H***
(Besinnung, S. 253)

Der Untergang .1

Alles Anfängliche fängt mit dem Untergang an.

H***
(Besinnung, S. 253)