[η] φυσις κρυπτεσθαι φιλει.
(Das Walten des Seienden, d.h. das Seiende in seinem Sein, liebt es, sich zu verbergen).
H***
(B123)
Das Unverborgene
Was wird denn von den Griechen αληθες (unverborgen, wahr) genannt? Nicht die Aussage, nicht der Satz und nicht die Erkenntnis, sondern das Seiende selbst, das Ganze von Natur, Menschenwerk und Wirken des Gottes. (...) Demnach muß zuvor und zugleich das Seiende in seiner Verborgenheit erfahren sein, — das Seiende als etwas, was sich verbirgt.
H***
(Vom Wesen der Wahrheit, S. 13)
H***
(Vom Wesen der Wahrheit, S. 13)
das Un-verborgene
Die Griechen verstanden das, was wir das Wahre nennen, als das Un-verborgene, nicht mehr Verborgene; das, was ohne Verborgenheit ist, mithin das der Verborgenheit Entrissene, ihr gleichsam Geraubte. Das Wahre ist also für die Griechen etwas, was ein Anderes, nämlich Verborgenheit, nicht mehr an sich hat, davon befreit ist.
H***
(Vom Wesen der Wahrheit, S. 10-11)
H***
(Vom Wesen der Wahrheit, S. 10-11)
Veritas
Veritas est adaequatio rei et intellectus sive enuntiationis
A***
(Quaestiones de veritate, I,1)
A***
(Quaestiones de veritate, I,1)
Wahrheit
So ist Wahrheit die auf Richtigkeit gründende Übereinstimmung der Aussage mit der Sache.
H***
(Vom Wesen der Wahrheit, S. 2)
H***
(Vom Wesen der Wahrheit, S. 2)
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