Also Wahrheit ist nicht so einfachhin Unverborgenheit von Seiendem, wobei die vormalige Verdecktheit irgendwo zurückgelassen würde, sondern Offenbarkeit von Seiendem ist notwendig in sich selbst Überwindung einer Verbergung; die Verbergung gehört wesensmäßig zur Unverborgenheit.
H***
(Vom Wesen der Wahrheit, S. 90)
Der Philosoph ist es...
Ο δε γε φιλοσοφος, τηι του οντος αει δια λογισμων προσκειμενες ιδεαι δια το λαμπρον αυ της χωρας ουδαμως ευπετης οφθηναι: τα γαρ της των πολλων ψυχης ομματα καρτερειν προς το θειον αφορωντα αδυνατα.
Der Philosoph ist es, dem liegt am Er-blicken des Seins des Seienden, es ständig be-denkend. Ob der Helle des Ortes, an dem er steht, ist er niemals leicht ze sehen; den der Blick der Seele der Menge ist unvermögend, auszuharren im Hinblicken zum Göttlichen.
P***
(Sophistes 254a 8-b 1)
Der Philosoph ist es, dem liegt am Er-blicken des Seins des Seienden, es ständig be-denkend. Ob der Helle des Ortes, an dem er steht, ist er niemals leicht ze sehen; den der Blick der Seele der Menge ist unvermögend, auszuharren im Hinblicken zum Göttlichen.
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(Sophistes 254a 8-b 1)
Entbergsamkeit als Geschehen
Das Wesen der Wahrheit als Unverborgenheit des Seienden suchen wir in der Entbergsamkeit als einem entbergenden Geschehen, auf dessen Grund der Mensch existiert.
H***
(Vom Wesen der Wahrheit, S. 79)
H***
(Vom Wesen der Wahrheit, S. 79)
»philosophisch« will sagen:
»philosophisch« will sagen: nur so, daß das sein-verstehende Fragen in der Fraglichkeit des Seienden im Ganzen seinen Standort nimmt aus einer Grundentscheidung, einer Grundhaltung zum Sein und zu seiner Grenze im Nichts.
H***
(Vom Wesen der Wahrheit, S. 78)
H***
(Vom Wesen der Wahrheit, S. 78)
Gefahrenzone der Philosophie
Daß der Mensch seinem Wesen nach sich aus sich heraus-gestellt hat in die Unverborgenheit des Seienden, ist nur möglich, sofern er in die Gefahrenzone der Philosophie geraten ist. Der Mensch außerhalb der Philosophie ist ein ganz anderer.
H***
(Vom Wesen der Wahrheit, S. 77)
H***
(Vom Wesen der Wahrheit, S. 77)
In der Wahrheit sein
Das Wesen der Wahrheit erst läßt uns das Wesen des Menschen begreifen. Wenn wir sagten: eben dieses Wesen der Wahrheit (die Entbergsamkeit) sei das Geschehen, das mit dem Menschen geschieht, dann sagt das: der Mensch, wie wir ihn da, im Gleichnis, in seiner Befreiung sehen, ist in die Wahrheit ver-setzt. Das ist die Weise seiner Existenz, das Grundgeschehnis des Daseins. Die ursprüngliche Unverborgenheit ist das ent-werfende Ent-bergen als Geschehnis, das »im Menschen«, d.h. in seiner Geschichte geschieht. Die Wahrheit ist weder über dem Menschen irgendwo vorhanden (als Gültigkeit an sich), noch ist die Wahrheit im Menschen als einem psychischen Subjekt, sonder der Mensch ist »in« der Wahrheit.
H***
(Vom Wesen der Wahrheit, S. 75)
H***
(Vom Wesen der Wahrheit, S. 75)
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