»Realismus«, »Empirismus«, »Positivismus«, die jeweils nach verschiedenen Hinsichten den »Idealismus« bekämpfen und so den »Platonismus« zurückweisen, bleiben im Grunde Platonismus, weil sie als Gegenbewegungen und Umkehrungen das gar nicht sein könnten, was sie sind, wenn sie nicht als ihren Grund, und d.h. hier als Bereich, innerhalb dessen sie gegen den Idealismus stehen, schon die Unterscheidung des Seienden in das Sinnlich und Nicht-Sinnliche vorausgesetzt hätten.
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Der Spruch des Anaximander, S. 13.
Der »Idealismus« ist »Platonismus«
Das Ganze des Seienden erscheint dem Denken dergestalt, daß alles Seiende weil in seinem Sein als ιδεα bestimmt, »ideal« von der Scheidung in einer sinnlichen Welt (αισθητον) und in eine nichtsinnliche Welt (νοητον) durchzogen ist. Dieser Grundzug des Seienden begegnet zum ersten Mal dem Denken Platons in einer Weise, daß er ihn durch die Auslegung des Seins des Seienden als ιδεα begründet und für die Folgezeit in dieser Prägung zugänglich machen kann. Der »Idealismus« ist »Platonismus«.
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Der Spruch des Anaximander, S. 12.
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Der Spruch des Anaximander, S. 12.
Einsame Denker
Jeder Denker ist einsam, nicht weil ihm Anhänger fehlen, sondern diese gehören nicht zu ihm, weil er einsam ist, und d.h. nur versammelt in das Sein selbst durch dieses.
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Der Spruch des Anaximander, S. 4.
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Der Spruch des Anaximander, S. 4.
Der Spruch des Anaximander .3
»Woher aber die Dinge das Entstehen haben, dahin geht auch ihr Vergehen nach der Notwendigkeit; denn sie zahlen einander Strafe und Buße für ihre Ruchlosigkeit nach der festgesetzten Zeit.«
Übersetzung Hermann Diels
Übersetzung Hermann Diels
Der Spruch des Anaximander .2
»Woher die Dinge ihre Entstehung haben, dahin müssen sie auch zu Grunde gehen, nach der Notwendigkeit; denn sie müssen einander Buße zahlen und für ihre Ungerechtigkeiten gerichtet werden, gemäß der Ordnung der Zeit.«
Übersetzung Friedrich Nietzsche
Übersetzung Friedrich Nietzsche
Der Spruch des Anaximander
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