Das Smartphone ist ein digitaler Apparat, der mit einem komplexitätarmen Input-Output-Modus arbeitet. Es tilgt jede Form der Negativität. Dadurch verlernt man, auf eine komplexe Art zu
Denken. Es lässt auch Verhaltensformen verkümmern die eine temporale
Weite oder
Weitsichtigkeit erfordern. Es fördert die Kurzfristigkeit und die Kurzsichtigkeit und blendet
das Lange und das Langsame aus. Das lückenlose Gefällt-mir erzeugt einen Raum der Positivität Aufgrund ihrer Negativität unterbricht die Erfahrung als Einbruch des
Anderen die imaginäre Selbstbespiegelung. Die Positivität, die dem Digitalen innewohnt, reduziert die Möglichkeit einer solchen Erfahrung.
Ha*
(Im Schwarm, S. 35)