Die »Entwicklung« der Philosophie ist jeweils die Ausfaltung ihres Wesens auf dem Wege der immer einfacheren Sammlung auf den einzigen Gedanken des Seyns.
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(Besinnung, S. 50)
Die Besinnung der Philosophie auf sich selbst gehört zum Denken des Seins. Einzig west das Seyn in der Lichtung, die es selbst ist, welche Lichtung aber nur aussstehbar bleibt, in einem Entwurf, der in ihr Offenes sich wirft und der Offenheit dieses Offenen sich übereignet und ihre Gründung wagt. Dieser gründender Entwurf er-denkt die Wahrheit des Seyns und wird dabei doch nur — so anders und gegenteilig dieses scheinen mag — vom Seyn selbst er-eignet.
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(Besinnung, S. 50)
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(Besinnung, S. 50)
Objekt der Entscheidung
Die Entscheidung ist nicht zwischen »Sein« oder »Nichtsein« — des Menschen, sondern zwischen der Wahrheit des Seins eines jeglichen und möglichen Seienden und der Machenschaft des vom Sein verlassenen Seienden im Ganzen.
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(Besinnung, S. 46)
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(Besinnung, S. 46)
Die neuzeitliche Kunst
Die Kunst ist die Einrichtung der Anlagen der Machsamkeit alles Seienden; deshalb im voraus entscheidungslos. Die Kunst übernimmt in der Wesensgleichheit mit Technik und Historie die Einrichtung des Seienden, dessen Sein als Machenschaft im voraus entschieden ist, weshalb der Kunst in keiner Weise ein Entscheidungsspielraum, eine Entscheidbarkeit zustehen kann.
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(Besinnung, S. 35)
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(Besinnung, S. 35)
Kitsch
Kitschig sind nicht die Filme, sonder das, was sie, zufolge der Machenschaft des Erlebens, als erlebenswert anzubieten und zu verbreiten haben. Mit dem machenschaftlich notwendigen Verschwinden der Kunstwerke bisherigen Wesens verliert der aus ihrer Nachmachung stammende Kitsch seinen Gegenhalt und wird eigenständig und als ein solcher gar nicht mehr erfahrbar. »Kitsch« ist nicht »schlechte« Kunst, sondern bestes Können, aber des Leeren und Unwesens, was dann, um sich noch eine Bedeutung zu sichern, die öffentliche Propaganda seines Symbolcharakters zu Hilfe ruft.
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(Besinnung, S. 31)
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(Besinnung, S. 31)
Der unerkannte Wächter der Wahrheit des Seins
Die Vollendung des metaphysischen Zeitalters »befreit« das Sein zum Wesen der Machenschaft; der Mensch aber (der unerkannte Wächter der Wahrheit des Seins) vollendet sich zunächst zum Verächter dieser Wahrheit in der Art einer Verachtung, der Jenes doch unbekannt bleiben muß, woran sie vorbeigeht. Das Vernünftige Tier ist zum Subjekt geworden und die Vernunft der Historie entfaltet, deren Wesen mit dem der Technik zusammenfällt. Der Mensch der vollendeten Neuzeit ist das historische Tier, dem das Seiende im Ganzen als »das Leben« erscheint und das sein eigenes Treiben aus seiner Getriebenheit als »das Erlebnis« zum Wünschbaren erhoben hat.
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(Besinnung, S. 27)
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(Besinnung, S. 27)
Werden und Seyn
Der scheinbare Vorrang des »Werdens« vor dem »Sein« ist nur die Selbstermächtigung des Machsamkeit zur Beständigung ihrer unbedingten Anwesung, mithin die vollendete Ermächtigung des Werdens zum Sein. Jede Versteifung des Denkens auf das Werden gegen das (in vermeintlicher Gegnerschaft zum) Sein weiß nicht, was sie denkt, und ist das Zeichen einer Unbewältigung der Metaphysik.
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(Besinnung, S. 26)
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(Besinnung, S. 26)
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