Etwas vernehmen als etwas
Die Biene ist in all dem Treiben bezogen auf Futterstelle, Sonne, Stock, aber dieses Bezogensein darauf ist kein Vernehmen des Genannten als Futterstelle, als Sonne und dergleichen, sondern — möchte man sagen — als etwas anderes. Nein, überhaupt nicht als etwas und als Vorhandenes. Es ist kein Vernehmen, sondern ein Benehmen, ein Treiben, das wir so fassen müssen, weil dem Tier die Möglichkeit des Vernehmens von etwas als etwas genommen ist, und zwar nicht jetzt und hier, sondern genommen im Sinne des »überhaupt nicht gegeben«. Diese Möglichkeit ist dem Tier benommen, und deshalb ist es doch nicht einfach unbezogen auf anderes, sondern gerade davon hingenommen, benommen.
H***
(Die Grundbegriffe der Metaphysik, S. 360).
Das Tier ist benommen
Das Benehmen und seine Weisen sind keine Strahlen, die auslaufen nach... und das Tier in Bahnen vorlaufen lassen, sondern das Benehmen ist gerade ein Ein-behalten und Ein-nehmen, und zwar ohne Reflexion. Das Benehmen als Seinsart überhaupt ist nur möglich aufgrund der Eingenommenheit des Tieres in sich. Wir kennzeichnen das spezifische tierische Bei-sich-sein, das nichts von einer Selbstheit des sich verhaltenden Menschen als Person hat, diese Eingenommenheit des Tieres in sich, darin alles und jedes Benehmen möglich ist, als Benommenheit. Nur sofern das Tier seinem Wesen nach benommen ist, kann es sich benehmen.
H***
(Die Grundbegriffe der Metaphysik, S. 347).
Benehmen und Verhalten
Die Art wie der Mensch ist, nennen wir das Verhalten; die Art wie das Tier ist, nennen wir das Benehmen. Beides ist grundverschieden.
Das Benehmen des Tieres ist nicht ein Tun und Handeln, wie das Verhalten des Menschen, sondern ein Treiben, womit wir andeuten, das gleichsam alles Treiben des Tieres die Getriebenheit durch das Triebhafte charakterisiert.
Das Benehmen des Tieres ist nicht ein Tun und Handeln, wie das Verhalten des Menschen, sondern ein Treiben, womit wir andeuten, das gleichsam alles Treiben des Tieres die Getriebenheit durch das Triebhafte charakterisiert.
H***
(Die Grundbegriffe der Metaphysik, S. 346).
Die Fähigkeit ist regelmitbringend und triebhaft
Das fertige Zeug untersteht hinsichtlich seines möglichen Gebrauches einer ausgesprochenen oder unausgesprochenen Vorschrift. Die Vorschrift wird nicht von der Fertigkeit des Zeugs gegeben, sondern sie ist immer dem Plan entnommen, der schon die Erzeugung des Zeugs und seinen spezifischen Zeugcharakter bestimmt hat. Das Fähige dagegen untersteht nicht einer Vorschrift, sondern es ist selbst regelmitbringend und regelnd. Es treibt sich selbst in bestimmter Weise in sein Fähigkeit zu... vor. Dieses Sichvortreiben und Vorgetriebensein in sein Wozu ist im Fähigen nur möglich, wenn das Fähigsein überhaupt triebhaft ist. Fähigkeit ist immer nur da, wo Trieb ist.
H***
(Die Grundbegriffe der Metaphysik, S. 333).
Die Fähigkeit ist diensthaft
Was dagegen, wie z.B. das Auge, zu einer Fähigkeit gehört, der Fähigkeit des Sehens dient, das kann das nur, weil die Fähigkeit in sich selbst diensthaft ist und als solche in Dienst nehmen kann. Was und wie aber die Fähigkeit in Dienst nimmt, dessen Entstehen leitet und begrenzt sie selbst. Das Fertige ist dienlich, das Fähige ist diensthaft. Die Fähigkeit ist ein sich auf sich selbst, in das eigene Wozu Verlegen und Vorverlegen.
H***
(Die Grundbegriffe der Metaphysik, S. 331).
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